Auftragsflaute im Winter: Ein Fünftel der Handwerker weicht auf andere Berufskategorie aus

Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Für Handwerker bedeutet dies:
Dürreperiode. Gemäss einer Umfrage des Handwerkerportals Ofri verzeichnen 56 Prozent
der Deutschschweizer Handwerker im Winter eine Ertragseinbusse.

Im letzten Winter war diese noch verheerender. Wegen den häufigen Regenfällen nahmen
38 Prozent der befragten Handwerker weniger ein als in den Vorjahren. Ein Fünftel sah sich
gezwungen, Aufträge ausserhalb ihrer Stammkategorie anzunehmen.

Der Klimawandel beeinflusst auch das lokale Handwerk. Der Winter 2017/2018 beispielsweise,
zeigte sich bedeutend nasser als in den Vorjahren. Dies hatte Konsequenzen: Mehr als ein Drittel
der Handwerker nahm im letzten Winter weniger ein als in den Vorjahren. Dies zeigt eine Umfrage
des Handwerkerportals Ofri. Ofri befragte im November 112 Handwerker aus 30 Berufskategorien
zur Auftragslage im Winter.

Zaunbauer räumt im Winter Schnee

Ein Fünftel der Befragten muss im Winter Aufträge ausserhalb ihrer Stammkategorie annehmen.
Weit verbreitet ist der Winterdienst, welcher Gartenbau-, Zaunbau- und Unterhaltsfirmen
gleichenteils durchführen.

Eine Hoch- und Tiefbaufirma bietet in den Wintermonaten Fahrzeugdienst an. Für die Firma ist
dies eine günstige Alternativtätigkeit, denn die Fahrzeuge sind bereits im Inventar.
Die Winterdienstler jedoch müssen mit dem Kauf der Schneepflugmaschine eine Investition
vornehmen. «Das war schon viel Geld, aber das amortisiert sich über die Jahre», begründet ein
Gartenbauer seinen Entscheid. «Ich habe Angestellte und muss die Löhne zahlen. Da musste
einfach eine Lösung her» Das sehen nicht alle so. Sechs Prozent überbrücken die Dürreperiode
mit Personalreduktion oder dem Ausleih von eigenen Mitarbeitern.

Mit Rabatten die Kunden warm halten

Nebst der Ausweitung des Tätigkeitsbereiches beugen Handwerker dem Winterloch mit gezielten
Marketingmassnahmen vor. Eine Möglichkeit, um im Winter an Aufträge zu gelangen, sind Messen
und Ausstellungen. Auch in der kalten Jahreszeit finden Fachmessen statt. Wie beispielsweise die
«Eigenheim Bern» oder die «Immo Messe» in St.Gallen.

Eine andere Möglichkeit sind Preisnachlasse: «Wir sensibilisieren unsere Kunden während dem
ganzen Jahr auf das Wintergeschäft. Die Kunden profitieren von Rabatten, wenn sie bereit sind,
ihren Auftrag in die Wintermonate zu verschieben», sagt Jörg Rothe vom gleichnamigen
Malergeschäft.

Andererseits ist der Winter für die Handwerker auch die günstigste Periode, um sich auszuruhen
und Überstunden abzubauen.

48 Prozent der Befragten legen die Betriebsferien strategisch in die Winterperiode –
typischerweise zwischen Weihnachten und Neujahr. «Ferien müssen wir sowieso machen. Da
macht es Sinn, diese auf die flaue Zeit zu legen», bestätigt ein Umfrageteilnehmer.

Aufträge auf Onlineportal gegenüber dem Vorjahr gestiegen

Für die befragten Handwerker gibt es jedoch Grund zur Hoffnung. Auf der Handwerkerplattform
Ofri ist das Auftragsvolumen im letzten Winter gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gestiegen.
«Zwischen dem 21. Dezember 2017 und 20. März 2018 verzeichneten wir 5531 Aufträge»,
berichtet Benny Hertach, Geschäftsführer des Handwerkerportals. «Wir gehen davon aus, dass
sich der Winter 2018/2019 ebenso positiv entwickelt und unsere Mitglieder in ihrer Stammkategorie
arbeiten können», merkt Hertach abschliessend an.

Über Ofri
Das in Zürich ansässige Unternehmen Ofri betreibt seit 2011 ein unabhängiges Handwerkerportal.
Auftraggeber, wie Privatpersonen oder Verwaltungen, können auf dem Portal einen Auftrag
erfassen und erhalten in der Folge mehrere Kostenvoranschläge von Handwerkern aus ihrer
Region. Für Handwerker ist das Internetportal eine gute Möglichkeit neue Aufträge und Kunden zu
akquirieren. Die Online-Befragung der Handwerker wurde von Ofri im November 2018 durchgeführt. An der
Umfrage nahmen 112 Deutschschweizer Handwerker aus 30 Berufskategorien teil.

Ofri Internet GmbH
Meinrad-Lienert-Strasse 23
CH-8003 Zürich
Tel: 044 520 51 64
Mail: contact@ofri.ch
www.ofri.ch

Kontakt:
Frau
Corina Burri
Marketing & Kommunikation

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.